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Die
Süddeutsche Astromesse AME
in Villingen-Schwenningen
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Messe oder Astronomietag -
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Da ich jährlich am Astronomietag
teilnahm, war es keine einfache Entscheidung für mich, denn beide
Termine fanden am selben Tag statt. Allerdings wollte ich die erste
Messe im Süden Deutschlands seit Laupheim nicht verpassen. Ein kurzes
Gespräch mit Michael Koch (Erfinder der FS-2 Teleskopsteuerung) brachte
dann die Entscheidung, denn Michael war nicht abgeneigt, dass ich
an seinem Stand helfen könnte. Unser Vorsitzender, Michael Köchling,
war leider zu dieser Zeit auf La Palma und betreute dort die GfW-
Sternwarte ATLANTIS. Somit fiel ein GfW- Stand auf dieser
Messe aus. Dies bescherte mir allerdings mehr Zeit, die ich für Vorträge,
Einkäufe und natürlich Stöbern nutzen konnte. Am Freitagabend nach
der Arbeit fuhren Tanja und ich dann mit unserem Wohnmobil Richtung
Villingen-Schwenningen. Die Fahrt ging von Immenstadt/Allgäu Richtung
Bodensee, vorbei an Immenstatt, Singen auf die A81 nach Villingen-Schwenningen.
Für die ca. 180 km brauchten wir etwa 2 ½ Stunden. Unser Lager schlugen
wir vor dem Messegelände auf und gingen nach einem kleinen Abendessen
ins Bett. Am nächsten Tag ging ich gegen 9:00 Uhr zum Stand von Michael
Koch, um die letzten Vorbereitung vor der Eröffnung zu machen. |
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Messehalle schien mir ein wenig kleiner als auf dem ATT in Essen.
Allerdings war hier alles konzentrierter und übersichtlicher aufgebaut
als in Essen. Dort sind die großen Anbieter in der Haupthalle untergebracht
und die kleinen Stände verstreut in mehreren Gängen und kleinen Hallen.
In manchen Seitengängen kommen meiner Ansicht nach einige Aussteller
und Vereine ein wenig zu kurz. |
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| 10:00
Uhr die Show begann, was ich nie vermutet hätte, war die große Anzahl
der Besucher. Innerhalb von Minuten füllte sich die Halle mit knapp
2000 Menschen. „Wahnsinn“! Es wären wahrscheinlich noch mehr gekommen,
wenn der Astronomietag nicht zur gleichen Zeit stattgefunden hätte.
Mein Handy klingelte und Gerhard Stamm, ein GfW - Mitglied, der sich
so etwas auch einmal anschauen wollte, erkundigte sich nach meinem
Standort, um ein Treffen zu vereinbaren. |
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10:40
Uhr mein Wecker klingelt, eine Erinnerung an den bevorstehenden Vortrag
von Stefan Seip. Tanja und ich gingen sofort los, Michael wusste schon
Bescheid, dass wir uns den Vortrag ansehen wollen. Der Vortragsraum
war noch leer, und die Sitzplätze konnte man sich aussuchen. Der Raum,
der mir für einen durchschnittlichen Vortrag ausreichend vorkam, füllte
sich so langsam und es wurde immer enger. Na ja, der Bekanntheitsgrad
entschied das Interesse. Auf jeden Fall war der Vortragsraum voll.
Und Stefan Seip und seine Freundin Elke, die einen Teil des Vortrages
referierte, konnten sich über den Besucheransturm nicht beschweren.
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| Stefan
Seip´s letzte Worte, waren die Ankündigung des nächsten Referenten.
Den wohl bekanntesten, noch lebenden Fernrohrbauer, John Dobson. Ohne
zu übertreiben, eine lebende Legende. Aber das wollte ich mir nicht
antun, noch mehr Leute quetschten sich in den bereits überfüllten
Vortragsraum und ich mich hinaus. Was die Besucher zu dieser Zeit
noch nicht wussten, Herr Dobson war noch nicht am Messegelände angelangt
und verspätete sich somit. Wieder angekommen beim Stand von Michael
Koch, machte sich Hunger bemerkbar. |
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Eigentlich,
wenn Tanja nicht gedrängt hätte, unsere mitgebrachten Würstchen zu
essen, hätte ich den wohlriechenden „Ess-Dich-Voll“-Stand aufgesucht.
Aber die in unserem Wohnmobil angefertigten Bratwürstchen von Tanja,
konnte nicht einmal Michael abschlagen. Viele Gespräche wurden geführt
und da wir in ein paar Tagen eh nach Namibia flogen, hielten wir uns
noch kurz am Tivoli-Stand auf. Einige Anbieter von Teleskopen und
Zubehör, wie z. B. Teleskopservice hatten zeitweise schwer zu kämpfen. |
| Diese
Stände waren die ersten Stunden voller Schnäppchenjäger und neugieriger
Menschen. Aber noch mal zurück zu John Dobson, der nach Beendigung
seines verspäteten Vortrages an unserem Stand vorbeiging, um am Stand
des Verlages „Spektrum der Wissenschaft“ Autogramme zu geben. Es war
atemberaubend, da der 91-jährige eine beachtliche Menschenschlange
hinter sich herzog. Der Spektrum-Stand war dann eine sehr lange Zeit
nicht mehr begehbar. |
| Nachmittags
kam dann die Sonne heraus und einige Händler, wie z. B. Wolfgang Lille
bauten im Freigelände verschiedene Sonnenteleskope auf. Hier fiel
mir auf, dass es draußen durch das schwüle Wetter unangenehmer war,
als in der temperierten Messehalle. Zwischen 16:00 Uhr und 16:30 Uhr
legte sich der Trubel und eine Stunde später war dann die erste AME
zu Ende. |
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Herrn
Siegfried Bergthal, den Veranstalter der Messe, hatte ich ein paar
Monate vorher bei der totalen Sofi in der Türkei kennengelernt. Er
machte einen erschöpften aber zufriedenen Eindruck. Die erste Kritik
las ich einen Tag später in astronomie.de. „ Die Halle sei zu klein,
es waren keine großen Anbieter anwesend, wie z. B. Vixen, Baader …
, der Vortragsraum sei eine Zumutung gewesen usw., usw.“ Da ich von
mir behaupten kann, dass ich schon auf allen deutschen Astromessen
war, will ich auch noch meinen Senf dazu kundtun. Hut ab: für die
erste Messe gebe ich 99 von 100 Punkten. Dass die großen wie
Vixen und Baader nicht anwesend waren – Pech für diese. Die kleinen
Anbieter hat es dafür umso mehr gefreut, da kaufkräftige Besucher
aus der Schweiz, Frankreich, Italien und Österreich anwesend waren.
Lt. Herrn Bergthal soll die nächste AME am 22.September
2007 verbessert werden. Ich werde auf jeden Fall, alles daran
setzen, wieder dabei zu sein. |
Fotos/Bericht ©2006 Stefan Dylus/GfW
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