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Da der
Astronomietag im vergangenen Jahr sehr gut angekommen ist, hatte
ich mich entschlossen, dieses Jahr wieder daran teilzunehmen. Allerdings
waren Tanja und ich letztes Jahr durch die Menschenmassen doch ein
wenig überfordert gewesen. So traf es sich gut, dass ein Vereinsmitglied,
Herr Alfred Jenkel, zu diesem Termin einen 14-tägigen Urlaub bei
uns im schönen Allgäu verbrachte. Als ich ihn telefonisch gebeten
hatten, die komplette Astro-Ausrüstung mitzunehmen, war er am Anfang
etwas zögerlich. Doch als der Tag der Abreise von seinem Heimatort
Bonn nahte, war das Auto dann doch noch mit seiner stattlichen Ausrüstung
bepackt. Einem C8, einer GP-Montierung inkl. Stativ, einem Sternjäger
(Spektiv mit 80mm Öffnung, 400mm Brennweite), einem Mijauchi-Fernglas,
div. Zubehör, Wanderausrüstung und Klapprad.
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Im Vorfeld hatte ich schon beim Eisstockschießplatz nachgefragt,
ob der Platz am Samstagabend frei ist und benutzt werden kann.
Anschließend wurde die VdS und das Allgäuer-Anzeigeblatt verständigt.
Leider war das Wetter bis zum Astronomietag total schlecht.
Ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen. Doch ein Tag
vor dem großen Ereignis zeigte sich die Sonne an einem strahlendblauem
Himmel. Leider musste ich dann am Astronomietag bis 18:00 Uhr
arbeiten, so fiel die geplante Sonnenbeobachtung ins Wasser.
Das Wetter war jedoch perfekt. Nach Arbeitsende fuhr ich dann
gleich zum Tennispark, stellte noch ein paar große Hinweisschilder
auf und begann mit Alfred der schon eingetroffen war den Aufbau.
Zuerst mußten allerdings die Laternen in der Umgebung noch mit
Müllsäcken abgedeckt bzw. abgebaut werden. |
| Aufgestellt
wurde außer Alfreds Ausrüstung noch mein C-11 mit einer Losmandy-
Montierung und ein Vixen 80M auf einer SP-Montierung. Alfred
präsentierte dann gleich ein paar erstaunten Passanten den untergehenden
Mond. |
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Vor dem
großen Ansturm machte Tanja dann noch schnell zur Stärkung ein Abendessen
- frische Weißwürste mit Brezen. Dann dauerte es nicht lange und
die ersten Neugierigen trafen ein. Wir hatten ja an alles gedacht
und genügend optisches Gerät vor Ort. So konnten die Leute im C-11
den Ringnebel M57 und anschließend im C-8 den hellen Kugelsternhaufen
M13 bewundern. Die Milchstrasse wurde auch immer extremer sichtbar,
und zum Highlight von Alfreds Mijauchiglas. Immer mehr Menschen
kamen und hörten uns aufmerksam zu, und sahen durch die Teleskope,
wo abwechselnd verschiedene Objekte eingestellt wurden. Leider gab
es trotz langer Vorbereitung Pannen. So bemerkte ich als ich wieder
M57 im C-11 einstellte, dass der Ringnebel kaum zu erkennen war.
Obwohl am Tubus eine Taukappenheizung angeschlossen war, war die
Schmittplatte beschlagen.Des Rätsels Lösung war ein kaputter Stecker.
Um das Teleskop wieder einsatzfähig zu machen, benötigten wir ein
Föhn, den wir leider nicht dabei hatten. Der letzte Ausweg war das
50m entfernte Sport-Vereinsheim "1860", wo ich ein lustigen Stammtischabend
vorfand. Und wie der Zufall es wollte hatte einer einen kleinen
Föhn dabei, Strom hatten wir zum Glück vor Ort.
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Gegen Mitternacht war nur noch der harte Kern anwesend der sich
an den Plejaden erfreuen durfte. Als die letzten Besucher gegangen
waren, packten wir unsere Sachen zusammen und gaben den nahegelegenen
Lampen ihr Licht zurück. Unsere Bilanz waren ca. 60 neugierige
Personen. |
Fotos
©2004 Alfred Jenkel & Stefan Dylus/GfW
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