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Die
Planeten des Sonnensystems Nachdem wir bis jetzt die inneren Planeten und danach die Planetoiden erkundet hatten, kommen wir nun zu den großen Gasplaneten. Gasplaneten deshalb, weil sie relativ kleine Kernbereiche aus Silikaten und Metallen besitzen und von mächtigen Atmosphären umgeben sind. Bei Jupiter schätzt man diesen Kern auf 15 – 20 Erdmassen. Die Atmosphären dieser Planeten bestehen überwiegend aus sogenannten Urgasen, welche nach dem „Urknall“ entstanden. Es ist dies der Wasserstoff, das Helium und das Lithium. Dass noch andere Gase hinzukommen, liegt dann an den verschiedenen Ausgasungen der Plantenkerne.
Jupiter
wurde durch die Pioneer- und Voyager-Sonden, sowie „Galileo“ erkundet.
Letztere Sonde hat sich ganz besonders bewährt. Hatte man sie doch
schon längst nach den ersten Io- Encountern abgeschrieben, weil man
annahm, sie würde durch das starke Magnetfeld Jupiters und der damit
verbunden Ionenstrahlung, relativ schnell zerstört werden. Doch ganz
im Gegenteil dazu hat sich „Galileo“ als unglaublich robust erwiesen.
Daraufhin wurde die Mission schon mehrfach verlängert. Dabei diente
die Sonde vornehmlich der Erkundung der Jupiter - Trabanten, denn noch
näher an Jupiter heranzufliegen, hätte wirklich ihre Zerstörung
bedeutet. Jupiters
Magnetfeld ist mit 1,2 x 10 -3 Tesla 24fach stärker als das Erdmagnetfeld
und es erstreckt sich bis zu 7 Millionen km in den Raum hinaus, wobei
dies keine genaue Grenze darstellt. Die Polarität dieses Magnetfeldes
ist gegenüber der Erde entgegengesetzt gepolt, wodurch sich der Nordpol
aus unserer Sicht unten befindet. Da wir den Jupiter jedoch in der Regel
in Teleskopen auf dem Kopf stehend sehen, ist wieder alles in Odnung und
wir sehen den Nordpol oben. Es läßt sich jedoch leicht feststellen,
wo sich welcher Pol befindet, weil der „Große Rote Fleck“ in der
Jupiteratmosphäre dem Südpol näher ist. Dieser Fleck ist
nichts anderes als ein riesiges Hochdruckgebiet und gleichzeitig ein Wirbelsturm,
der schon seit 1665 bekannt ist. Um
die Mechanik dieses so lange anhaltenden Sturmes zu verstehen, haben Wissenschaftler
in einer großen runden Wanne, verschieden dichte und unterschiedlich
eingefärbte Flüssigkeiten eingefüllt. Dann wurde die Wanne
in Rotation versetzt und siehe da, es bildeten sich vergleichbare Bedingungen
wie in der Jupiteratmosphäre. Je nach Schwere separierten sich die
Flüssigkeiten durch die Zentrifugalkraft, wobei sich die schwerste
am Innenrand der Wanne sammelte und in der Mitte sich die leichteste befand.
Dies war jedoch beabsichtigt und ein ganz anderer Effekt wurde erwartet.
Es zeigte sich auch schon nach kurzer Rotationzeit, dass sich an den Grenzen
der unterschiedlichen Flüssigkeiten kleinere Wirbel bildeten. Doch
damit nicht genug, diese wanderten bald mit etwas unterschiedlicher Geschwindigkeit
auf ihren Umlaufbahnen um die Wannenmitte. Und dann trat das völlig
Unerwartete ein! Erste Wirbel vereinigten sich zu einem größer
werdenden Wirbel, welcher sich in einer vergleichbaren Position, wie der
GRF in der Jupiteratmosphäre befand. Nachdem er eine bestimmte Größe
erreicht hatte, wuchs er zwar nicht weiter, wurde andererseits immer wieder
durch kleinere Wirbel verstärkt, denn diese liefen in langen und
unregelmäßigen Abständen in den großen Wirbel hinein.
Diese kleinen Wirbel entstanden an verschiedenen Stellen immer wieder
neu und so konnte der große Wirbel auf lange Sicht erhalten werden.
Damit war die Langlebigkeit dieses Wirbelsturmes hinreichend erklärt.
Mit seine Ausmaßen von 40.000 x 14.000 Kilometern ist dieser Fleck
flächenmäßig, etwa 3,4415mal größer als die
Erdquerschnittsfläche. Jupiter
ist mit fast 318 Erdmassen mehr als doppelt so schwer, wie alle anderen
Planeten in unserem System zusammengenommen. Seine mittlere Dichte entspricht
mit 1,33 kg/dm3 nur rund einem Viertel der Erddichte,
doch in größeren Tiefen werden Gase mit zunehmenenden Druck
bei einigen hundert bar Überdruck verflüssigt. In einer großen
Zone um den Kern, also in noch viel größeren Tiefen, sollen
die Gase dann bei mehreren tausend bar sogar metallischen Charakter annehmen.
Das Innere Jupiters ist mit ca. 20.000 K noch sehr warm, wogegen in der
Hochatmosphäre um -170º C herrschen. Dennoch gibt Jupiter 1,9mal
mehr Wärme ab, als er durch Bestrahlung von der Sonne erhält. Bei
den im Inneren vorhandenen hohen Temperaturen und dem Druck, muß
sich der Kohlenstoff zu Diamant verdichtet haben, ganz so wie es von Athur
C. Clark in Odyssee 2064 beschrieben wurde. Jupiter
befindet sich etwa 5,2mal weiter von der Sonne entfernt als unsere Erde.
Dabei entspricht die mittlere Entfernung 778,5 Millionen km. Seine Rotationsperiode
beträgt nur 9h und 50' 29,7" und er braucht für ein Jupiterjahr
11,86 Erdjahre. Er bewegt sich mit duchschnittlich 13,07 km/s um unseren
Zentralstern. In Opposition erreicht er eine Helligkeit bis -2, m5 und
einen scheinbaren Durchmesser von 50". In Erdferne hat er dagegen
nur noch etwa 30" scheinbaren Durchmesser. Mit seiner Helligkeit
von -2, m5, ist er sogar heller als Sirius, welcher mit-2, m0 der hellste
Stern am Nachthimmel ist. Dies ist auf die sehr hohe Albedo Jupiters mit
0,70 zurückzuführen. Keinerlei dunkle Oberflächengebiete
sind sichtbar, sondern nur seine stark reflektierende, wolkige Atmosphäre.
Aufgrund seiner sehr schnellen Rotation in weniger als zehn Stunden, hat
er die stärkste Abplattung aller bekannten Planeten. Diese beträgt
0,063 und ist mit kleinen Teleskopen schon erkennbar. Was
sie Wissenschaftler aber ganz besonders erstaunt hat: auch dieser Planet
ist von einem Ring umgeben. Von der Erde ist dieser Ring aber selbst mit
den besten Teleskopen nicht erkennbar. Erst die Voyager-Sonde I entdeckte
ihn und erstmalig konnter er vier Monate später am 10. Juli 1979
von Voyager II fotografiert werden. Dabei befand sich die Sonde 1,3 Millionen
km weit hinter dem Jupiter in seinem Schatten. Da erstrahlte dann der
Ring im Sonnenlicht. Mit
seinen Trabanten könnte man Jupiter vergleichbar als Miniatursystem
ansehen, nur dass Jupiter eben kein Stern ist, sonder ein Planet. Nur
Sterne sind, selbstleuchtende Objekte im Weltall, wogegen Planeten nur
das Licht ihrer Zentralsterne von ihrer Tagesseite reflektieren. Diese
Aussage ist zugleich richtig und falsch! Richtig
ist sie, wenn wir sie auf den Spektrumsbereich des für uns sichtbaren
Lichtes beschränken. Dies
läßt auf einen gemeinsamen Ursprung des Götterglaubens
schließen, der bis in den hohen Norden zu den Wikkingern reichte.
Dort wurde er Odin genannt. Schaut man sich dann in Übersee um, so
lassen sich bemerkenswerter Weise, auch hier schnell vergleichbare Götterdarstellungen
mit Jupiter in Verbindung bringen. Es
muß also schon in frühesten Zeiten eine weltumspannende Kenntnis
der Planeten und damit verkörperten Göttern gegeben haben. Wenn
dem aber so ist, dann gab es auch damals schon Hochkulturen mit entsprechenden
Verkehrsmitteln. Nur so konnten die damaligen Völker der verschiedenen
Kontinente ihr Wissen ausgetauscht haben. Darin
sehe ich eine direkt Bestätigung meines Modelles, auch wenn in bisher
gewohnter Weise die Gezeitenkräfte als Hauptkräfte dargestellt
werden. Tatsache ist es, dass die Trabanten stark erwärmt werden,
wovon besonders Io und Europa betroffen sind. Io ist allerdings nur von
seiner Zusammensetzung interessant und wegen seines überaus heißem
Vulkanismus. Die Europa ist eingentlich der große Forschungsfavorit,
da man auf ihr Wasser in flüssiger Form erwartet. Ein riesiger Ozean
aus salzhaltigem Wasser, wird unter einer recht dünnen Eisdecke vermutet.
Diese Eisdecke soll nach neuesten Ergebnissen durch die Sonde "Galileo",
zumindest teilweise nicht dicker als die Eisdecke auf der Erde in der
Antarktis sein. Durch unterschiedlich stark wirkende Gravitationskräfte
soll sie immer wieder aufbrechen, wodurch ihr charakteristisches Oberflächenmuster
entsteht. Die Europa hat eine stark exentrische Umlaufbahn, wodurch die
Gravitationskräfte mal schwächer und mal stärker wirken.
Hierdurch verformt sich die schwimmende Eisdecke und zerbricht, um dann
erneut zu gefrieren. Wir
kennen diesen Effekt von der Erde, allerdings etwas anders. Durch die
Erdrotation und der Anziehungskraft des Mondes bedingt, wird die Erdkruste
täglich um zirka einen Zentimeter angehoben und wieder gesenkt. Um
wieviel muß sich dann diese Kraft auf den Mond auswirken? In keiner
Weise, da er ja in bezug Erde scheinbar nicht rotiert. Auch bei ihm kann
nur die einmal nähere und dann wieder die größere Entfernung
eine Veränderung hervorrufen. Er wird dadurch etwas Birnenförmig
deformiert, doch diese Deformation ist weitgehend beständig und unterliegt
nur ganz geringen Veränderungen. Nun
ist die Umlaufbahn der Europa wesentlich weiter enfernt als die der Mondbahn
von der Erde. Dafür ist Jupiters Gravitation etwa 2,4fach stärker
als die der Erde, womit dann sogar etwas weniger Gravitationskräfte
auf die Europa einwirken, als auf unseren Mond. Damit die gleiche Stärke
auf die Europa einwirken könnte, müsste Jupiters Gravtation
etwa 3,8fach stärker als die der Erde sein. Hieran können Sie
schon ermessen, dass dadurch keine starke Aufheizung entstehen kann, denn
sonst wäre der Mond vergleichbar wärmer in seinem Inneren. Frage:
Wie oft muß man ein Brett hin- und herbiegen, damit sich eine meßbare
Erwärmung einstellt? Insgesamt
sind 16 Trabanten des Jupiters bekannt, welche stets in Vierergruppen
auftreten. Dies ist eine ganz bemerkenswerte Vorgehensweise der Natur,
deren Hintergrund noch nicht vollständig geklärt ist. Eine mögliche
Erklärung dazu hatte schon Herr Einhard Behr gegeben. Diese trifft
mit großer Wahrscheinlichkeit zu. Hinweis: Der WELTALLKUNDE Winter 97 lag eine gelbe Seite der Kolloquium-Reihe bei, in der ich versuchte, die Abläufe darzustellen. |
Die bisher bekannten 16 Jupiter-Trabanten
| Bezeichnung | Name |
Abstand
in km
|
Durchmesser
in km
|
Grad
-Nord
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J XVI
J XV J V J XIV |
Metis Adrastea Amathea Thebe |
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40
x 30
25 x 14 270 x 150 110 x 10 |
0,5º
? 0,4º ? |
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| J
I J II J III J IV |
Io
Europa Ganymed Kallisto |
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| J
XIII J VI J X J IV |
Leda Himalia Lysithea Elara |
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| J
XII J XI J VIII J IX |
Ananke Carme Pasiphae Sinope |
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