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Lebenskeime
im Weltall
Zu der
Frage: "Gibt es Leben im Weltall?", müssen wir folgendes
Feststellen!
Wir wissen inzwischen, dass das Leben die unglaublichsten Wege zu einer
Existenz findet und sich Lebensräume erschließt, die uns früher
als schier unmöglich erschienen. Bakterien überleben in 200O
- 400 O heißem Wasser, oder leben inmitten von Steinen, in denen
sie vollkommen von der Außenwelt abgeschirmt sind und nur die darin
enthaltenen Mineralien dienen ihnen als Nahrung. Überhaupt ist der
gesamte Erdboden bis in großer Tiefe mit Bakterien und Pilzen durchsetzt.
Pollen, Sporen und Bakterien können teilweise in gefrorenem Zustand
Jahrtausende keimfähig bleiben. Zudem sind sie gegen die Weltraumstrahlung
und Radioaktivität weitgehend unempfindlich. Doch sogar höher
entwickelte Tiere hat man schon im nahe angrenzenden Weltall in bis zu
80 km Höhe gefunden. Es waren die uns bekannten, kleinen Spinnen,
die sich an ihren Seidenfäden durch die Luft transportieren lassen.
Niemand konnte sagen, wie sie dort oben hingekommen waren! Doch etwas
mußte sie bis in diese Höhen getragen haben, denn sie selber
waren auf die Ströme der Atmosphäre angewiesen und konnten weder
steuern, noch in irgend einer Weise dazu beitragen. Vollkommen gefroren,
waren sie bar jeglicher Aktivitäten. Und doch wurden sie nach dem
Auftauen in normaler Atmosphäre wieder lebendig. Weder das Vakuum
des Weltalls, noch die starke Strahlung konnte ihnen etwas anhaben.
Überhaupt haben Wissenschaftler festgestellt, dass Spinnentiere gegen
Radioaktivität sehr resistent sind und wohl als einzige einen nuklearen
Holocaust überleben könnten.
Nun wollen wir uns fragen: "Wie können die Lebensträger
in das Weltall gelangen?"
Die meisten von ihnen werden sicherlich durch Wirbelstürme bis in
Höhen von etwa 40 km getragen. Doch wie kann es dann weiter hinaus
in das Weltall gehen? Hier kommt nun die sogenannte Höhenstrahlung
ins Spiel! Sie schlägt Elektronen aus der Materie und lädt diese
dadurch elektrostatisch auf. Damit erhält die Materie eine positive
Ladung. Je stärker die Ionisierung der jeweiligen Materie ist, um
so stärker wird sie von Teilchen des Sonnenwindes mit gleichen Ladungen
beeinflußt. Diese Kraft kann so groß sein, dass die oben genannten
Pollen, Sporen und Bakterien beschleunigt werden und bei günstiger
Richtung in den späten Nachmittagsstunden, wenn die Rotationsrichtung
der Erde mit der des Sonnenwindes übereinstimmt, können diese
winzigen Körper hoch in die Stratosphäre gedrückt werden.
Hierbei können sie sogar zusammen mit ionisierten Atmosphärenteilchen
vom Sonnenwind in das Weltall hinaus gerissen werden. Eine zweite Möglichkeit
besteht darin, dass das Erdmagnetfeld die positiv geladene Materie in
die Ionosphäre befördert. Die Ionosphäre reicht ungefähr
von 70 km bis 500 km Höhe. Somit können nicht nur Kometen mit
ihren Schweifen Verteiler des Lebens sein, sondern sogar Planeten. Auch
sie besitzen einen Schweif, ganz ähnlich geschaffen durch den Sonnenwind,
wie bei den Kometen. Auf der sonnenabgewandten Seite wird hierdurch der
Erdschweif bis zu etwa 1000 Erddurchmesser lang. Dies sind immerhin 12,5
Millionen Kilometer.
So kann es tatsächlich geschehen, dass Lebenskeime von Planet zu
Planet gelangen und man muss davon ausgehen, dass unser Sonnensystem in
eine Wolke dünn verteilter Lebenskeime gehüllt ist.
Ja mehr noch! Der Sonnenwind ist in der Lage, die Lebenskeime aus dem
Sonnensystem hinaus zu tragen. Damit erscheint sogar ein langfristiger
Austausch des Lebens zwischen verschiedenen Sternensystemen denkbar.
Und wieder einmal mehr müssen wir feststellen:
"Das
Leben findet einen Weg!"
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