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Das
5. Postulat des Euklid gelöst!?
von Michael Köchling
Nichteuklidische Räume
Es
wird in der Physik sehr viel von nichteuklidischen Räumen gesprochen,
sowie deren Auswirkungen auf die Raumgeometrie des Universums. Dies
wird in Verbindung mit der Gravitationskraft als Raumkrümmung dargestellt.
Doch damit nicht genug, wird auch noch die Zeit als Dimension bemüht
und eine Raumzeitkrümmung daraus gemacht.
Nötig erscheint es deshalb erst einmal festzustellen, was "nichteuklidische
Räume" sind. Der Grieche Euklid ( um 300 v. Chr. ) war Mathematiker
und schrieb das Handbuch "Die Elemente" (13 Bände erhalten). Dieses
Handbuch war über 2000 Jahre lang Grundlage des Geometrieunterrichtes.
Euklid definierte die Elemente seiner Geometrie als Punkt, Linie und
Fläche - Begriffe, mit denen heute jedes Schulkind vertraut ist. Dann
stellte er fünf Hauptpostulate auf:
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1. Zu je zwei Punkten lässt sich eine Strecke ziehen, die sie
verbindet.
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2.
Jede (endlich lange) Strecke, lässt sich zu einer (unendlich ausgedehnten)
Geraden verlängern.
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| 3.
Gegeben sind zwei Punkte, daraus lässt sich ein Kreis konstruieren,
auf dem der eine Punkt liegt und dessen Mittelpunkt der zweite Punkt
ist. |
| 4.
Alle rechten Winkel sind einander gleich. |
| 5.
Schneidet eine Gerade zwei andere Geraden dergestalt, dass die Innenwinkel
auf der einen Seite zusammen kleiner als zwei rechte Winkel ( 180°
) sind, dann schneiden sich letztere zwei Geraden auf ebendieser
Seite. |
Ganz allgemein käme man mit den ersten 4 Postulaten zurecht, doch was
hat Euklid mit dem 5. Postulat gemeint und wofür hat er es geschaffen?
Darüber haben sich Mathematiker Jahrhunderte den Kopf zerbrochen und
ob die heutigen Interpretationen wirklich seiner Aussage entsprechen,
bleibt offen.
Tatsache ist es, dass man zur Zeit des Euklid nur mit ebenen Flächen
rechnete. Dies waren Quadrate, Rechtecke, Dreiecke und Kreise. Beziehen
wir dies nun auf Körper ( Räume ), so erhalten wir Würfel, Quader, Prismen,
Tetraeder und Pyramiden. Sie alle haben etwas gemeinsam. Es sind die
geraden Aussenflächen. Demnach handelt es sich hierbei um "euklidische
Räume". Körper wie Kugeln, Zylinder, Kegel und Ellipsoide sind daher
"nichteuklidische Räume", weil sie teils gewölbte Aussenflächen haben,
oder vollständig gewölbt sind.
Um die Oberflächen der zuletzt genannten Körper berechnen zu können,
mussten andere Voraussetzungen geschaffen werden, denn bei einem Kugelabschnitt
ist beispielsweise r nicht gleich s .
Noch schlimmer wird es bei den Winkeln. Ihre Summen sind > 180°, wogegen
die Winkelsummen bei Dreiecken immer 180° ergeben. Wer schon einmal
eine Abwicklung eines Trichters von rund auf viereckig gemacht hat,
der weiss, dass er die wahren Längen und Winkel ermitteln muss, damit
seine Abwicklung der realen Form entsprechen wird.
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In anderen Worten: Es ergeben sich für gekrümmte Oberflächen andere
Winkel und Längen gegenüber geraden Flächen.
Haben wir es aber mit Körpern zu tun, so beinhalten sie neben ihren
Oberflächen auch noch einen Inhalt, das Volumen. Darum möchte ich an
dieser Stelle darauf hinweisen, dass sich niemals die Räume in den Körpern
verändern können. Einzig die Volumen werden beeinflusst. Selbst wenn
der Körper sich durch Erwärmung ausdehnt, oder durch Abkühlung zusammenzieht,
behält er die gleiche Form. Sogar verbiegen kann man Körper, wobei das
Volumen weitgehend unangetastet bleibt, es sei denn, der Körper wird
dabei auch noch gestreckt oder gestaucht.
Egal, jeder Körper, gleich welcher Form er ist, beinhaltet ein Volumen,
welches in seinen drei Dimensionen Länge, Breite und Höhe vermessen
werden kann.
Ein bestimmter Raum, egal welcher Form, bleibt in sich stabil, auch
wenn er sich ausdehnt (wie unser Universum), oder zusammenzieht. Hierbei
verändert sich nur das Volumen, wogegen die Form erhalten bleibt. Allerdings
verändern sich automatisch alle Abstände jeglicher Bezugspunkte innerhalb
des Körpers (Raumes). Damit kommt es zu Strömungen in dem Körper, ganz
so, wie die Sterne und Galaxien auseinander streben.
Kommen dann noch lokale Strömungen wie beispielsweise durch die Gravitationskräfte
vieler Einzelmassen hinzu, so hat dies die bekannten Auswirkungen, welche
jedem Flugkapitän bekannt sind, da er sich mit seinem Flugzeug dreidimensional
bewegt und dabei Luftströmungen ausgesetzt ist. Hier würde bestimmt
niemand auf die Idee kommen, es handele sich dabei um eine Raumzeitkrümmung.
Der Hauptfehler war meines Erachtens, dass man ein statisches Universum
annahm. Also ein Universum, welches vollkommen starr in sich sein sollte,
aber durch die unterschiedlichst hohen Gravitationskräfte viele Raumzeitkrümmungen
erfährt.
Wir können davon ausgehen, dass jedes Objekt innerhalb eines Raumes
einer Drift ausgesetzt ist und bewegen sich ein Objekte zusätzlich mit
einer Eigengeschwindigkeit, so unterliegt damit alles innerhalb eines
Raumes (Körpers) der Relativität. Dies ist darin begründet, weil sich
alles in dem Raum bewegt und somit keinem Inertialsystem (idealisierter
Raum ohne jegliche Bewegung und Veränderung) entspricht. Es gibt nur
noch sich bewegende Bezugspunkte, Relativgeschwindigkeiten und Relativbewegungen.
Ganz anders verhielte es sich, wenn wir einen festen Bezugspunkt auf
der Oberfläche eines Körpers (Raumes) hätten. Solange der Körper sich
nicht ausdehnt oder zusammenzieht, hätten wir zumindest annähernd ein
Inertialsystem, denn wir wissen ja nicht, ob sich der Körper selber
bewegt. In einem solchen Fall kämen wir wieder ohne Relativität aus
und wir könnten exakte Aussagen treffen.
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Was ist also unter einer Raumzeitkrümmung überhaupt zu verstehen!?
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Wir wissen, in Abhängigkeit der Gravitationsstärke, welche sich proportional
zur Masse verhält, verändert sich der Ablauf der Zeit. In anderen Worten,
um so mehr Masse ein Objekt hat, um so langsamer vergeht für diesen
Körper die Zeit. Hieraus schloss Albert Einstein auf die vielen Eigenzeiten
in unserem Universum. Die unterschiedlichen Zeitabläufe wollte er mit
dem Raum in Verbindung bringen, woraus er auf eine Raumzeit schloss.
Anstatt also die Strömungen und Eigenbewegungen der Objekte im Raum
zu berücksichtigen, konstruierte er eine Raumzeitkrümmung, welche Verbiegungen
des Raumes in sich zulassen sollte. Viel einfacher wäre es gewesen,
die unterschiedlichen Strömungen als Ursache zu sehen, doch dies liess
die bestehende Theorie eines in sich starren und vollkommen leeren Universums
(das Vakuum betreffend) damals nicht zu. Warum auch immer, hatte man
das Vakuum für vollkommen leer befunden. Dies ging auf die Lichtgeschwindigkeitsmessungen
von Michelson und Morley zurück, die eine Relativbewegung der Erde in
dem Medium "Äther" nachweisen wollten.
Überhaupt stellte sich die Schwierigkeit eines starren "Äthers" so dar,
dass er auf alles eine bremsende Wirkung hätte. Dies führte zu erheblichen
Schwierigkeiten mathematisch das Weltall zu beschreiben. Hätte man den
strömenden und mitgehenden "Äther" genommen, so wäre man heute entschieden
weiter.
Doch kommen wir zurück zur Raumzeitkrümmung. Bewegen wir uns nun durch
den Raum und stellen fest: Egal wohin wir uns bewegen, aus allen Richtungen
scheint für uns das Licht die gleiche Geschwindigkeit zu haben, und
dies obwohl wir eine Relativgeschwindigkeit zu unserer Umgebung haben.
Nun kommt allerdings die Gravitation ins Spiel, denn sie strömt ebenso
aus allen Richtungen auf uns ein wie das Licht. In anderen Worten, da
sie von vorn nicht stärker wirkt als von hinten, nimmt die Gravitation
den Träger des Lichtes mit. Und erst in weiter Ferne wird dieser Effekt
kompensiert. Wir müssen daher die Transformationsgesetze einsetzen.
Nur so erhalten wir richtige Ergebnisse in einem sich selbst bewegenden
und mitgehenden Medium. Und darum scheint auch die Lichtgeschwindigkeit
für uns immer die gleiche Geschwindigkeit zu haben. Nur der Doppler
- Effekt zeigt durch die unterschiedlichen Wellenlängen in Bewegungsrichtung
oder entgegengesetzt die Relativbewegungen an. Bei hohen Geschwindigkeiten
( > 10% c - Licht) macht sich jedoch ein zunehmender Widerstand bemerkbar.
Dies ist analog bei proportional zunehmender Eigengeschwindigkeit zu
der im Quadrat ansteigenden Widerstandskraft der Luft zu sehen, denn
beides errechnet sich nach den gleichen Bedingungen.
Ach ja, dann kam noch hinzu, dass man das Geschwindigkeits - Additions
- Theorem auf die Eigenschaften des Lichtes anwenden wollte. Hierbei
stellte man fest, dass das Licht sich nicht daran hielt, sondern immer
die gleiche Geschwindigkeit aufwies. Dies bedeutet nichts anderes, als
das sich die Eigengeschwindigkeiten eines Emitters (Abstrahlers) nicht
zur Lichtgeschwindigkeit addieren oder subtrahieren lassen. Nur die
Wellenlängen verändern sich bezüglich der Emittergeschwindigkeiten.
(Die mathematische Herleitung hierzu schrieb ich am 18. Juni 1996 an
das Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn) Doch offensichtlich
war dies bekannt, wenn auch nicht öffentlich gemacht, denn alles verhält
sich entsprechend der Mach´schen Gesetze. Eigentlich habe ich nur die
Begründung dafür gefunden und dargelegt, warum das Licht stets die gleiche
Geschwindigkeit aufweist. Würde in den Lehrbüchern nicht immer wieder
falsches Zeugnis gegeben, hätte ich mir die Mühe sparen können.
Erinnern Sie sich noch an das fünfte Postulat des Euklid? Die ersten
vier Postulate waren vollkommen verständlich. Doch warum gibt es so
große Verständnisschwierigkeiten mit dem fünften? Könnte es sein,
dass bei der Übersetzung aus dem Griechischen ein Fehler gemacht wurde?
Ist der Satz vielleicht vollkommen verdreht worden?
Meine Erkenntnisse sagen mir, dass im Englischen manches anders herum
gesagt wird als im Deutschen. Und was hat Euklid überhaupt aussagen
wollen. Was wollte er uns darstellen? In den ersten Postulaten gib er
Anweisungen, wie man vorzugehen hat, um eine Strecke, eine unendliche
Gerade und einen Kreis zu konstruieren. Sodann gibt er noch an, dass
alle rechten Winkel sich gleichen, unabhängig ihrer Schenkellängen.
Richtig genommen sind alles Anleitungen!
Doch eine Anleitung fehlt noch! Nämlich die zu seinem Paradeobjekt,
dem Dreieck!
Unter diesen Voraussetzungen ergibt seine Aussage im 5. Postulat folgende
Erklärung:
Schneiden
zwei Geraden eine andere Gerade mit Winkeln zusammen kleiner 180°
auf einer Seite, so schneiden sich diese beiden Geraden auf eben
dieser Seite!
Und fertig ist jedes Dreieck mit beliebigen Winkeln!
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Mathematisch ausgedrückt lautet es so:
Schneiden die Geraden B und C die Gerade A in Winkeln zusammen kleiner
180° auf einer Seite, so schneiden sich die Geraden B und C auf
eben dieser Seite.
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| Mit
dieser Anweisung gab uns Euklid die Möglichkeit, jedes beliebige
Dreieck zu konstruieren! |
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Hier
nun zur Verifizierung noch einmal das 5. Postulat des Euklid:
Schneidet eine Gerade zwei andere Geraden dergestalt, dass die
Innenwinkel auf der einen Seite zusammen kleiner als zwei rechte
Winkel sind, dann schneiden sich letztere zwei Geraden auf eben
dieser Seite.
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