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Die
furchtbaren "Schwarzen Löcher"!
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Michael Köchling
Schon immer gab es in der Astronomie rätselhafte oder furchtbare
Gebilde und eigentlich ist jeder Stern ein Ungeheuer, welcher mit seiner
atomaren Glut alles in seiner näheren Umgebung verbrennt. Doch
kennen wir auch einen Stern, der für uns der Wärme- und Lebensspender
ist und damit unseren Planeten Erde zum leben erweckte, unsere Sonne!
Ein Stern wie unsere Sonne hat aus unserer Sicht eine unglaublich lange
Lebensdauer. Etwa 4,5 Milliarden Jahre spendet er nun schon seine Wärme
und weitere 4 Milliarden Jahre wird er dies voraussichtlich noch tun,
doch dann wird sein Brennstoff aus Wasserstoff zu neige gehen. Doch
schon nach etwa 3 Milliarden Jahren wird er immer heißer und damit
auch größer, denn inzwischen werden andere Fusionsprozesse
zusätzlich begonnen haben. All die Jahre zuvor, wurde der Wasserstoff
zu Helium fusioniert. Dadurch wurde der Sonnenkern dichter und schwerer,
womit seine Temperatur anstieg. Die neuen Temperaturen mit über
17 Millionen Grad in seinem Inneren erlauben es nun, dass das Helium
zu Kohlenstoff, dann der Kohlenstoff zu Sauerstoff, usw. bis hin alles
zu Eisen fusioniert wird. Es verbleibt nach den weiteren 3 Milliarden
Jahren also nur noch eine geringe Restzeit, bis alles zu Eisen geworden
ist und der Stern Sonne wird sich dabei zu einem roten Riesenstern aufblähen,
welcher dann einen Durchmesser haben wird, der bis über die Marsbahn
hinausreichen kann. Die Ursache hierfür ist der immer schwerere
und heißere Kernbereich, welcher die Temperaturen ansteigen lässt,
die andererseits die Fusionsprozesse immer schneller reagieren lassen.
Dabei werden riesige Mengen Energie produziert, die abgestrahlt werden
müssen. Um dies zu erreichen, bläht sich der Stern auf und
gibt nun über die viel größere Oberfläche seine
Wärme ab. Ist dann aller Brennstoff aufgebraucht, so setzen die
energiespendenden Fusionen aus, denn für alle weiteren Fusionen
zu noch schwereren Elementen als Eisen, wird mehr Energie benötigt,
als bei diesen Fusionen erzeugt wird. Darum bricht unter dem Einfluß
der Schwerkraft in Sekundenbruchteilen der Stern in sich zusammen. Dabei
beginnt sich der Kernbereich unglaublich zu verdichten, gleichzeitig
nimmt seine Rotationsgeschwindigkeit enorm zu. Dies führt dazu,
dass sich der Kern nochmals unwahrscheinlich erwärmt und gleichzeitig
treten durch die schnelle Rotation im Millisekundenbereich, enorme elektrische-
und magnetische Felder auf. Diese Felder, zusammen mit der durch die
Erwärmung freiwerdenden Energie, sprengen den nicht schnell genug
folgenden Außenbereich ab. So entsteht daher im Inneren des Sternes
eine Implosion, wogegen der Außenbereich durch eine Explosion
abgesprengt wird. Abgesprengt wird dabei etwa 80% der Sternenmasse,
die sich mit bis zu 20.000 km/s vom Stern entfernen kann. Nach Berechnungen
von Herrn Laszlo Körtvelyessy (The Electric Universe) könnten
die Massen allein durch die Erwärmung nur mit bis zu 5.800 km/s
abgesprengt werden. Erst die hinzukommende elektrostatische- und magnetische
Kraft lassen die Massen derart schnell auseinanderstreben. Selbst dann,
wenn sich der Kern dabei zu einem "Schwarzen Loch" verdichtet.
Nun sind wir allerdings noch nicht bei einem "Schwarzen Loch",
sondern bei einem Stern wie unserer Sonne und solch ein Stern kann nur
zu einem "Weißen Zwerg" werden. Der größte
"Weiße Zwergstern" der entstehen kann, darf nicht mehr
als 1,4 Sonnenmassen beinhalten, was natürlich für den verbliebenen
Reststern zutrifft, der nur noch aus dem hochverdichteten Kern des ehemaligen
Sternes besteht. Diese obere Grenze für einen "Weißen
Zwerg" wurde von dem indischen Astrophysiker und Mathematiker Chandra
Sekhar berechnet.
Da unsere Sonne aber zuwenig Masse hat, wird sie also nur ein "Weißer
Zwerg". Es ist allerdings ungewiß, ob sie überhaupt
zu einer Novae oder gar Supernovae wird, denn bei vielen weißen
Zwergsternen, sind keine Masseabsprengungen nachzuweisen. Sterne können
daher wohl auch ganz unspektakulär zu weißen Zwergsternen
werden, indem sie recht langsam in sich zusammenfallen. Der zuletzt
in der großen Maggellanschen Wolke entdeckte weiße Zwergstern
mit 1,2 Sonnenmassen, soll zuvor 7,6 Sonnenmassen gehabt haben. Damit
sind sogar nur 15,8% der ehemaligen Masse verblieben und rund 84,2%
wurden abgesprengt.
Für einen Neutronenstern muß daher die Ausgangsmasse noch
viel größer sein, denn Neutronensterne haben Restmassen zwischen
1,5 bis 3,5 Sonnenmassen und für "Schwarze Löcher",
die über 3,5 Sonnenmassen Restwert besitzen müssen, beträgt
die Mindestausgangsmasse daher etwa 17,5 Sonnenmassen.
An all diesen Angaben ist eines deutlich erkennbar: der Reststern hat
viel weniger Masse als die Ausgangsmasse. Damit kann seine Gravitationskraft
aber insgesamt nicht stärker sein, als die seiner Restmasse entsprechend.
Weniger Masse = weniger Gravitationskraft! Nun passiert allerdings etwas
merkwürdiges! Weil der Innendruck durch die Fusionskraft nicht
mehr vorhanden ist, kann die Gravitation den Stern zusammendrücken
und zwar so stark, dass sein Radius auf wenige km schrumpft. Die Masse
wird bei einem "Schwarzen Loch" derart zusammengepresst, dass
ein Kubikdezimeter
( = 1l ) > x 10 hoch 16 kg beträgt. Unsere Sonne hätte
bei dieser Dichte nur noch einen Durchmesser von etwa 6 km. Ein Stern
der vorher einen Durchmesser von 1.392.000 km hatte, ist jetzt zu einer
geradezu winzigen Kugel geschrumpft. Das Resultat davon ist dann, dass
nun an seiner geringen Oberfläche die gesamte Gravitationskraft
herrscht, die vorher auf die riesige Oberfläche des ehemaligen
Sternes wirkte. Das heißt, die Kraft ist eigentlich gar nicht
stärker geworden, sondern entsprechend dem kleineren Radius im
Quadrat zur Entfernung angestiegen. Sie entspricht damit genau der Gesamtmasse
des nun viel kleineren Reststernes.
Bei Sternen die vorher ihre Hülle abgesprengt haben, ist daher
die Gesamtmasse kleiner geworden und damit auch ihre Gravitationskraft.
Umliefen solche Sterne vorher Planeten, so sind sie aufgrund dieser
Tatsache nicht einmal mehr in der Lage, diese auf ihren Bahnen zu halten.
Desgleichen passiert auch bei sogenannten Doppelsystemen. Hierbei kreisen
zwei Sterne um den gemeinsamen Schwerpunkt. Man hat eine ganze Anzahl
sogenannter Schnellläufer im Weltall entdeckt, die von Ereignissen
stammen, bei denen eine Komponente zu einem Neutronenstern oder "Schwarzen
Loch" wurde. Diese Schnellläufer entfernen sich mit hohen
Geschwindigkeiten von ihren ehemaligen Verbündeten, da diese sie
aus den oben genannten Gründen nicht mehr an sich binden können.
Bei ihnen überwog plötzlich die Fliehkraft und so verließen
sie mit hoher Geschwindigkeit den Ort des Geschehens. Zusätzlich
konnten sie noch von der Druckwelle der Novae oder Supernovae beschleunigt
werden.
Die Wissenschaftler konnten bei einigen dieser Schnellläufer ihre
Bahnen zum Ausgangspunkt zurückverfolgen und fanden die dort verbliebenen
Verursacher in Form von Neutronensternen.
Sie sehen also, dass die "Schwarzen Löcher" keine "alles
verschlingenden Monster" sein können, denn immer haben sie
viel weniger Kraft, als der Ausgangsstern und nur weil ihr Radius so
klein geworden ist, herrschen nach dem Erhaltungsprinzip an ihren Oberflächen
Kräfte, die es selbst Lichtwellen nicht mehr gestatten, abgestrahlt
zu werden.
Diese Ausdrucksweise wird Sie sicher verwundern, denn bisher wurde Ihnen
vermittelt, dass bei solchen Objekten die Gravitationskraft an den Oberflächen
so groß ist, dass selbst Lichtwellen sie nicht mehr verlassen
können. Dabei denkt man unwillkürlich daran, dass hierbei
die Lichtgeschwindigkeit auf Null abgebremst wird.
Der richtige Sachverhalt ist aber ein anderer! Bei diesen Objekten ist
die Materie so stark zusammengepresst, dass sich in ihr keine Elektronen
und Atome mehr bewegen können, womit natürlich auch keine
Wellen mehr erzeugt werden können. Dort wo sich nichts mehr bewegen
kann, gibt es keine Wellen mehr und wo es keine Wellen gibt, da kann
man auch nichts mehr sehen und schon haben wir das berühmt berüchtigte
"Schwarze Loch"!
Tatsache dabei ist es, dass dies sogar schon für einen Neutronenstern
zutreffen muß, denn bei einem solchen Stern soll die Materie so
dicht gepackt sein, dass alle Elektronen an die Atomkerne gedrückt
sind und damit der ganze Stern wie ein riesiges Neutron wirkt.
Die Gravitation bewirkt daher, dass sich nichts mehr bewegen kann,
nicht aber, dass sich Licht nicht mehr entfernen kann. Dies ist ein
nicht zu unterschätzender Unterschied. Sollte dagegen durch die
Gravitation bewirkt werden, dass das Licht auf Null abgebremst wird,
dann muss unbedingt ein Medium vorhanden sein, in dem sich die Wellen
des Lichtes ausbreiten können.
Nur
wenn dieses Medium selbst mit Lichtgeschwindigkeit angezogen wird, kann
es die Ausbreitung der Wellen kompensieren.
Wenn also solche Objekte nachgewiesen werden, dann stets nur durch die
Strahlung von Materie in form von Gas und Staub, die sich in ihrer unmittelbaren
Nähe aufhält. Diese strahlt meistens sehr stark im Radio-
und Röntgenbereich, weil sie sich mit hoher Geschwindigkeit um
das Zentralobjekt bewegt.
Die "alles verschlingenden Monster" im Weltall dürften
hiermit ein neues und weniger bedrohliches Antlitz bekommen haben. Weitaus
gefährlicher sind dagegen die Ereignisse, die solche Objekte entstehen
lassen, nämlich die Novae und Supernovae. Sie sind das eigentlich
Schreckliche, was uns widerfahren kann. Sollte ein Stern wie die Beteigeuze
in nur 300 Lj Entfernung zur Supernovae werden, dann hätte dies
auf unsere Erde direkte Auswirkungen. Und bei Sternen die noch näher
sind, wäre es wohl um das Leben auf der Erde geschehen.
Damit dürfte in das Rätsel "Schwarze Löcher",
etwas Licht gekommen sein. Wichtig ist das Verstehen solcher Vorgänge,
ansonsten schafft man sich ein völlig falsches Bild.
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