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Vom Entstehen und Vergehen der Sterne Ein Stern wie unsere
Sonne besteht in der Haupsache aus den Urgasen Hydrogenium zu 75% (Wasserstoff)
und Helium 25%. Etwas Lithium ist ebenfalls noch dabei, es beträgt
aber nur ungefähr 0,1%. Doch ist unsere Sonne ein Stern der zweiten,
oder sogar dritten Generation. Dies bedeutet, dass neben den Urgasen weitere
Gase und Stäube hinzukommen. Bei den Gasen handelt es sich vorwiegend
um Nitrogenium (Stickstoff), Oxygenium (Sauerstoff), Fluor, Chlor, Neon
und Argon. Dagegen bestehen die Stäube überwiegend aus Kohlenstoff,
Natrium, Kalium, Kalzium, Silizium, Eisen, Nickel, Kupfer und allen anderen
bekannten Elementen in Spurenmengen. Alle diese Elemente, ob Gase oder
Stäube, entstammen aber Sternen der ersten oder zweiten Generation
und stellen die Überreste dieser Sterne dar. In anderen Worten: nur
durch das gewaltsame Ende der ersten Sterne haben sich bei den Novae-
oder gar Supernovae - Explosionen, all diese Elemente im Weltall verstreut.
Und aus diesen neu geschaffenen Elementen, zusammen mit den Urgasen, hat
hat sich dann unser Sonnensystem gebildet. Aber was noch viel
wichtiger dabei ist, nur aus diesen Stoffen konnten sich die Planeten
bilden, so wie wir sie heute kennen. Es befindet sich ein Teil davon auch
in unserer Sonne, aber es sind nur wenige %, die sich in ihrem Kernbereich
angesammelt haben. Wir kennen heute die
Vorgänge in den Sternen schon recht gut und wir wissen, dass es in
den Sternkernen bei mehr als 15 Millionen Kelvin und einigen hundert Millionen
bar Druck zu sogenannten Kernverschmelzungen kommt. Dabei gibt es verschiedene
Abläufe. Der Häufigste dabei ist, daß zwei Wasserstoffkerne
zu Deuterium verschmelzen (schwerer Wasserstoff besteht aus einem Proton
und einem Neutron). Bei diesem Vorgang wird ein Positron und ein Neutrino
abgegeben. Stößt nun ein weiterer Wasserstoffkern zu einem
Deuteron, so wird unter Abgabe von einem Gammaquant ein 3Helium
- Kern daraus. Dabei wandelt sich ein Proton in ein Neutron. Der Kern
besteht nun aus zwei Protonen und einem Neutron. Es liegt nun ein 3He-Kern
vor. Von nun an gibt es verschiedene Möglichkeiten der weiteren Fusion.
Es kann ein Neutron hinzukommen. Dabei ensteht ein 4He-Kern. Oder es kommt
ein weiterer 3He-Kern dazu. Dabei werden zwei Neutronen abgegeben, welche
wieder für neue Fusionsprozesse Verwendung finden können. Bei diesen Prozessen
wird entsprechend sogenannter Massedefekte mehr Energie frei, als zu den
Fusionsprozessen gebraucht wird. Sie entsteht dadurch, dass der 4He-Kern
etwas leichter ist, als die zwei Protonen und Neutronen zusammengenommen,
aus denen der Kern entstanden ist. Die erzeugte Energie beträgt bei diesem
Vorgang 11,32 MeV. Diese Energie ist es hauptsächlich, die den Innendruck
der Sterne aufrecht erhält und solange die Fusionsprozesse ablaufen,
sind die Sterne relativ stabil. Es folgen dann weitere Fusionen zu den
schon erwähnten schweren Elementen. Je schwerer die Kerne jedoch
werden, um so mehr Wasserstoffkerne müssen ihre Masse ergeben, womit
sich der restliche Brennstoff ständig reduziert. Daher sind die Brennperioden
der schwereren Elemente, entsprechend ihrer zunehmenden Kernzahl immer
kürzer und heftiger, weil die dabei freiwerdende Energiemenge nicht
mehr so groß ist. Dadurch steigt dann durch die Schrumpfung des
Sterns der Innendruck, worauf sich die Temperatur drastisch erhöht
und die Prozesse noch heftiger ablaufen. Entweder pulsiert der Stern dann,
er bläht sich langsam zu einem "Roten Riesen" auf. Der größte
uns bekannte Stern dieser Art, ist die Betelgeuse oder Beteigeuze. Dieser
"Rote Riese" hat den 800-fachen Durchmesser der Sonne, auch wenn er nur
etwas schwerer als diese ist. Unsere Sonne wird in ferner Zukunft (in
etwa 3-5 Milliarden Jahren) ebenfalls zu einem solch "Roten Riesen". Sie
wird dabei bis über die Erdbahn hinausreichen und alles bis zu den
äußeren Planten verbrennen. Dieser Zustand hält nur wenige
Millionen Jahre an und dann wird sich entscheiden, auf welche Weise unsere
Sonne zum weißen Zwergstern wird. Die gängige Theorie geht
in solchen Fällen von der üblichen Novae, oder gar Supernovae
aus. Es gibt aber auch Sterne, die sich sehr verhalten verändern
und ohne große Explosionen zu "Weißen Zwergen" werden. Wir kennen
solche Objekte wie den Ringnebel in der Leier. Es handelt sich dabei um
einen sogenannten "Planetarischen Nebel". Es gibt aber auch weiße
Zwergsterne bei denen weder Ringnebel, noch Explosionswolken erkennbar
sind. Offensichtlich sind sie relativ langsam geschrumpft und hatten wohl
zu wenig Ausgangsmasse, um zu explodieren. Dies ist um so merkwürdiger,
da alle Sterne die wir mit bloßen Auge am Nachthimmel sehen können,
viel leuchtkräftiger sind als unsere Sonne. Die Sonne ist der einzige
Stern mit dieser Leuchtkraft und Masse, den wir auf diese Weise sehen
können. Im offenen Sternhaufen
NGC 1818 im südlichen Sternbild Goldfisch, entdeckten Anfang 1998
die Astronomen Rebecca Elson und Steinn Sirgurdsson von der Cambridge
University mit Hilfe des HST einen Zwergstern, der ehemals eine Masse
von etwa 7,6 Sonnenmassen gehabt haben soll. Dieser Zwergstern zeigte
jedoch keinerlei Spuren einer Novae, Supernovae oder eines Planetarischen
Nebels. Wo waren aber die rund 6,4 Sonnenmassen geblieben, denn keine
Gas- oder Staubwolke wies auf ein solches Ereignis hin. Ebenso fehlt beim
Sirius - Begleiter eine derartige Masse im Weltall. Sirius befindet sich
in nur 8,8 Lichtjahren Entfernung und ich beschrieb schon die Auswirkungen
eines solchen Sternenereignisses auf der Erde, wenn es dazu in unmittelbarer
Nachbarschaft von uns kommen sollte. Möglicherweise
stimmt unser Modell vom Vergehen der Sterne noch nicht hundertprozentig
und die Natur geht einmal mehr eigene Wege. Hier besteht bestimmt noch
Forschungsbedarf. In umgekehrter Weise
gibt es dagegen Sterne mit 80 – 120 Sonnenmassen, die schon mehrmals Teile
ihrer Hüllen abgesprengt haben sollen und danach immer noch über
reichlich Masse verfügten. Auch hier sind die Vorgänge noch
nicht restlos verstanden. Ganz besonders eine Wirkung bei der Hüllenabsprengung
gibt zu denken. Mit dem thermischen Druck der Implosion allein, könnten
die Hüllen mit nur etwa 4800 km/s abgesprengt werden ("THE ELECTRIC
UNIVERSE"/Kötvélyessy 1998). Tatsache aber ist, dass die Hüllengeschwindigkeiten
bis zu 20000 km/s schnell sind.Woher nehmen sie die Kraft zu dieser Geschwindigkeit? Noch viele Fragen sind unbeantwortet, doch wenn man geduldig danach sucht, findet man ab und zu Antworten. Es sind so viele Forscher tätig und diese finden ständig neue Lösungen. Sehr zeitaufwendig ist es, immer die wenigen guten Informationen aus einem Buch herauszulesen und noch schwieriger ist es, die Bücher zu finden, in denen wichtige Informationen stehen. |